Jeff Bridges hat den Blues

“Country ist der Blues des weißen Mannes”, sagte Jeff Bridges, frisch ausgezeichneter Oscar-Gewinner für den Kinostreifen “Crazy Heart”, im ‘Stern’-Interview. Es geht hier um Verlust, Schmerzen und gebrochene Herzen. Beim Blues ist es nicht viel anders. Die besten Countrysongs erzählen von der Sehnsucht. Ihr Thema ist das Unterwegssein und die Endlosigkeit der Highways. Der Film Crazy Heart beginnt mit Bildern einer Prärielandschaft, über der sich ein azurblauer Himmel wölbt.
All my I’ve been loved and I’ve been alone
All my life I been a rolling stone
singt eine Männerstimme zur Akustikgitarre. Der Mann, der im rostigen Pullover durch den amerikanischen Süden fährt, heißt Bad Blake (bravourös gespielt von Jeff Bridges), ein Countrysänger, der seine besten Tage hinter sich hat. Er tingelt durch die Provinz, steigt in billigen Motels ab und spielt in Bowlinghallen und Spelunken, den Wirten dort ist strengstens untersagt, ihn mit Alkohol zu versorgen bei seinen Auftritten. Sie können, sagt einer von ihnen großzügig, aber gratis kegeln so viel sie wollen. Aber wo ein Wille, da ist auch ein Whiskey. Bei seinen Konzerten muss er immer wieder mal in den Kulissen verschwinden, um sich in einen Mülleimer zu übergeben. Zurück auf der Bühne spielt er sein Gitarrensolo im Sitzen zu Ende. Sein größter Erfolg heißt Somebody Else. I used to be somebody, but now I’m somebody else, singt er da mit heller, brüchiger Stimme.
“Ich bin 57 Jahre alt, pleite und habe gerade noch zehn Dollar in meiner Tasche“, sagt er. Sein Leben ist eine einzige Flucht. Sofern er sich den Alkohol aus dem Leib gekotzt hat, und man ihn nicht bewusstlos neben dem Klo findet, kommt er noch ganz cool daher: Bad Blake hat viel verloren, aber ein Verlierer ist er nicht. In Santa Fe wird Blake von der jungen Lokalreporterin Jean (die bezaubernde Maggie Gyllenhaal) interviewt. Er erzählt von seiner Verehrung für Hank Williams und Gene Autry, von den vier gescheiterten Ehen und seinem Sohn, den er seit zwanzig Jahren nicht mehr gesehen hat. Der einfühlsamen, hartnäckigen Frau gelingt es jedoch tatsächlich, zu ihm durchzudringen. Mehr noch, zwischen beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Mit Jean und ihrem kleinen Sohn kann er sich plötzlich noch eine Zukunft vorstellen. Und dann will ihn sein ehemaliger Zögling Tommy Sweet (Colin Farrell), der längst groß rausgekommen ist, die Massen mit seinem klebrigen Mainstream-Gesülze zu begeistern vermag, (wie im richtigen Leben halt ) auch noch als Songwriter und Support verpflichten. Klingt nach einer Wende, aber Blake ist für das Glück nicht geschaffen, vor Bindungen flieht er in den Alkohol, als die Reporterin ihn in Houston besucht, soll er ein paar Stunden auf ihren kleinen Sohn aufpassen. Blake steuert die nächste Bar an, und der Junge geht verloren. Nein, nein, hier haben wir keine wirklich tragische Geschichte vor uns. Im Gegenteil, the lust for life, die Gier nach dem Leben, nicht geboren aus Leid und Verlust, das ist in jeder Szene dieses Films zu spüren. Und dieser Streifen lebt eben unabdingbar auch von der Musik. Die eigens für den Film komponierten Songs sind weit mehr als Hintergrundbeschallung. Die Live-Nummern gehören zu den Highlights des Films. Für die Musik zeichnen mit dem genialen T-Bone Burnett und dem viel zu früh verstorbenen Stephen Bruton zwei absolute Könner ihres Fachs verantwortlich. Jeff Bridges beweist, dass er auch als Musiker durchaus Karriere hätte machen können und seine Stimme auch beim Singen überaus interessant klingt. Auf sechs Songs ist sie zu hören. “Hold On You” ist in langsames von der zarten Rhythmus- und Akkordeonbegleitung geprägtes Lied, “Somebody Else” dagegen ein Country-Rockabilly, “Fallin’ & Flying” , mein Favorit, überzeugt als sexy Country-Twang-Stück. “I Don’t Know” in der Bridges-Version ist mit Zydeco-Akkordeon verziert, während “Brand New Angel” wieder langsam und getragen daherkommt. Dazu kommt noch eine von Bridges und Colin Farell zusammen aufgenommene Version von “Fallin’ und Flying“. In der Auswahl des ergänzenden Musikmaterials haben Burnett und Bruton hervorragende Arbeit geleistet. Musikalisch und Thematisch ordnen sich die Songs glänzend ein. Der tragische, texanische Held Townes Van Zandt ist mit “If I Needed You” dabei, die Country-Rock-Poetin Lucinda Williams mit “Joy”, vertreten und Sam Phillips singt einmal mehr ganz wunderschön “Reflecting Light“. Auch auf Blues wurde nicht gänzlich verzichtet: Lightnin´ Hopkins interpretiert “Once A Gambler“. Einen schönen Abschluss gibt es mit der Titelmelodie des Films: “The Weary Kind“ von Ryan Bingham, eines der grössten Talente der Countryszene, wie er vor einem Jahr mit seiner zweiten CD “Roadhouse Sun“ eindrücklich bewiesen hat, für mich ein Juwel des letzten Jahres.

Crazy Heart, oder im Whiskey liegt die Wahrheit.  lusch
The Weary Kind

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I’ll be willin’, to be movin’

…iPod sei Dank, dass ich seit einigen Jahren wieder intensiv Musik höre. Während der Arbeit geht das (manchmal) wunderbar. Und wenn mich dann ab und an, der Random-Teufel reitet, so entdecke ich meist wieder neue und zuweilen alte Musikperlen. So geschehen, kürzlich, an einem tristen Montagmorgen. Nach Zappas “Titties and Beer”, welches mich relaxt mitwippen liess, erkannte ich den nächsten Song vom ersten Ton an: Willin’! Lowell George, der Mitbegründer und Kopf von Little Feat hat mich immer fasziniert, mal ganz davon abgesehen, dass dieser Mann halt eben “Willin’” geschrieben hat, einer meiner absoluten und ewigen Lieblingssongs. Zu Willin’ gibt es übrigens eine wunderbare Anekdote: Lowell Georges musikalischen Anfänge finden sich bei den “Mothers of Invention”, Frank Zappas Band. Dort wäre er zu gerne als Sänger und Gitarrist eingestiegen. Nur, Zappa verlangte für Lowells Einstieg, quasi als Mitgift, dessen Song “Willin’”. Das war Lowell George (Gott sei Dank) zu viel und er gründete daraufhin Little Feat. Die wunderschöne Version welche ich hörte, stammt vom Live-Mitschnitt “Waiting for Columbus”, einem Album, welches mich nun schon gut 30 Jahre begleitet. Und es hat noch nichts von seiner Faszination verloren, ganz im Gegenteil, ich habe bis dato in punkto Qualität einfach noch nichts Vergleichbares gehört, jedenfalls fällt mir spontan nichts ein. Wohlverstanden, “Waiting for Columbus” erschien 1978! Ein Jahr vor dem tragischen und leider viel zu frühen Tod von Lowell George. Man mag mich einen Nostalgiker schimpfen, doch Qualität hat für mich kein Verfalldatum. Dies mag vielleicht nicht auf die Bio-Milch der Migros zutreffen, aber bei solchen Meilensteinen der Musikgeschichte stehe ich 100 prozentig zu dieser Aussage.
“Waiting for Columbus” ist für mich das glückliche Zusammentreffen von Genie, Spielfreude und ganz viel Rock’n'Roll-Herz, gepaart mit einer Riesenportion Perfektion! Es passt einfach alles und zwar 100prozentig! Zu schön fand ich da das untenstehende Video bei Youtube. Ich nehme mal an, dass diese Pressekonferenz anlässlich des Auftritts von Little Feat beim Rockpalast 1977 in Köln stattfand.
Wer nun immer noch meint, Mario Barth, Heidi Klum, Dieter Bohlen oder wie sie alle heissen, seien an Peinlichkeit nicht zu übertreffen, dem sei dieses Zeitdokument wärmstens empfohlen. Die Moral der Geschicht… nicht nur Qualität ist zeitlos…

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Wenn der Sommer leise Servus sagt


Doyle Bramhall spielt immer noch in der Champions League

Der texanische Bluesmusiker legt mit „Is it news“ sein drittes Werk in 13 Jahren vor, was ihn nicht gerade in die Gilde der Schwerstabeiter stellt. Aber Doyle Bramhall, 1949 in Dallas, Texas geboren, versüsst uns das Leben mit seinem gelegentlichen Erscheinen immer wieder.
Stevie Ray und Jimmie Vaughan spielten einst in der Band des Texaners, ausserdem schrieb der Trommler, Gitarrist und Sänger einige von Stevies grössten Hits. So zum Beispiel „Dirty Pool”, einen Song, den man auf Stevie Ray Vaughans Debütalbum Texas Flood hören kann. In seiner Heimat ist Doyle Bramhall bekannt wie ein bunter Hund, kein Wunder wenn er solche Scheiben veröffentlicht. Für „Is it news“ hat Bramhall, den aus dem Südwesten Louisianas stammenden Songwriter und Gitarristen C.C. Adcock, als Co-Autor, Produzent und zu meiner Glückseligkeit als Gitarrist mit an Board geholt. Das 2000 erschienene Album „House Rocker” von Charles Clinton Adcock gehört für mich immer noch zum Besten, was der Musikplanet zu bieten hat. Die Musik, zu der es C.C. Adcock hinzieht, ist der Zydeco. Zydeco stammt von der Musik der Kreolen ab, die im Süden der USA zu den französisch sprechenden Schwarzen gehören. Auch hat Mister Adcock nicht vergessen, die Magie des Voodoo`s mit ins Studio zu nehmen.
So ist aus „Is it news“ ein Meisterwerk entstanden, vor dem ich bewundernd mein Haupt neige, auch wenn der Platte jeglicher roter Faden fehlt. Doch genau das sorgt für eine knisternde Spannung. Dem Opener „Lost in the Congo“ fällt es leicht, sich mit stampfendem Bass und einer herrlich klampfenden Hookline ins Gehör zu spielen. Gelegentliches Übersteuern der Verstärker sorgt für den rauen Charakter dieses bluesigen Klangkörpers, der keinen Stillstand zulässt. Der bestimmte Gesang gibt das Zepter aber nicht aus der Hand und lässt das erdige „Is it news“ tief in der Seele wurzeln. Im Gedanken an John Lee Hooker ringt der Bass nach Luft und treibt die Rhythmusgitarren an. „Chateau Strut“ das Bramhall in den 70ern mit Billy Etheridge und Jimmie Vaughan eingespielt hat, versprüht die Zuversicht und Gelassenheit dieser Jahre. Mit „Tortured Soul“ lässt uns Bramhall durch den tiefen Süden von Adcocks Heimat trampen. Deutlich mehr Blues steckt in „Cryin“s Doublebass, welcher polternd den Dachboden durchforstet und nach Fotos vergangener Liebeleien sucht. „I´ll take you away“ macht süchtig, da glaubt sogar ein überzeugter Single wieder an die Liebe. Ganz grosses Kino, ich sehe Lauren Bacall lasziv durch das Bild laufen. Dann lässt der Himmel alle Schleusen offen und lässt „Big“ auf uns niederprasseln. Das erinnert doch sehr an die Warnungen unserer Mütter vor den langhaarigen, in Jeans gekleideten Jungs aus der Nachbarschaft. Laut und tobend krachen die Gitarren über unseren Köpfen. Neben C.C. Adcock zeigt Denny Freeman sein ganzes Können. Doyle nimmt uns an die Hand und begleitet uns durch das wehmütige „Ooh Wee Baby“. Besten Southern Rock gibt es auf „Top Rank Boxing“ zu hören, mit einem coolen Gitarrensolo von Mike Keller. Ein absolutes Highlight ist sicherlich „That Day“, diese Nummer schreib Bramhall unmittelbar nachdem er von Stevie Ray Vaughans Tod erfahren hat. Zwei Gitarren begleiten seine gefühlvolle Hommage an den zu früh verstorbenen Freund. Mit einem weiteren Besuch in der Heimat Adcocks endet dieses tolle Album, Bramhall Drums schlagen den Beat des Südens auf „Little Star“.
Lasst uns also den baldigen Verlust des Sommers sportlich nehmen, und lassen wir uns von Doyle Bramhall sanft in kältere Tage begleiten.
…………………………………………………………………………………………………………….……..lusch

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Tom, vadavia-i-ciapp…

Tom Waits

Fantastisches Tom Waits-Konzert in Mailand

Dass ich Tom Waits doch noch  live erleben durfte, verdanke ich wohl nicht zuletzt dem Umstand, dass Waits den Vorverkauf für die gesamte US und Europa-Tour mit einem neuen Ticket-System (Ticketmaster) abwickelte, bei welchem man die Konzertkarten nur mit der passenden ID ausgehändigt bekam. Bei Künstlern wie Waits, welche jeweils nur ein paar ausgewählte und kleinere Locations beehren, finde ich das eine optimale Lösung. Der Schwarzmarkt wird somit gänzlich unterbunden. Nun gut, jedenfalls betrat ich am 17. Juli kurz vor 21 Uhr das Teatro di Arcimboldi in Mailand. Ich gebe gerne zu, dass mein Herz etwas schneller geschlagen hat, als ich meinen Platz auf der Gallerie einnahm. Kurz vor Konzertbeginn ging im Saal plötzlich ein Raunen durchs Publikum, die Leute sprangen auf und tatsächlich, da war er: Roberto Benigni! Er lief mit seiner Frau, Nicoletta Braschi zu seinem Platz und genoss etwas verlegen die Sympathiebekundungen aus dem Publikum. Und dann wars endlich soweit, das Licht ging aus, ein paar Gestalten huschten auf die dunkle Bühne und stimmten unter frenetischem Applaus “Lucinda” an. Es sollte nicht der letzte Song vom wunderbaren Album “Orphans: Brawlers, Bawlers & Bastards” sein. Überhaupt spielte Waits auf der gesamten Tour, durchwegs auserlesen schöne Sets, welche sich quer durch das Musik-Universum dieses Ausnahmekünstlers zogen. Zum Beispiel eine wunderschöne Version von “All the world is green” vom Album “Blood Money” und gleich danach “Black Market Baby”, einer leicht groovenden Reggae-Version. Nach gut einer Stunde schlurfte der Maestro in Richtung Piano und leitete das Solo-Set wie folgt ein: “All day long, people on the street, in the hotel lobby, in taxi cabs, etc. have been coming up to me and saying: ‘Tom, vadavia-i-ciapp’… What is it? Something like ‘Volare’?… Or maybe ‘Welcome to Milan’?”… Das Gros im Saal krümmte sich vor Lachen, aber mir gings gleich, wie den restlichen Zuschauern; ich verstand nichts! Nun: “vadavia-i-ciapp” heisst im Mailänder-Dialekt soviel wie: Hau ab oder “Fuck you”…! Eyeballkid’s Blog sei Dank, sonst würde ich heute noch im Dunkeln tappen und rätseln: was wollte uns der Mann nun damit sagen? Das Piano-Set danach war für mich überragend, nicht zuletzt, weil der Sound perfekt abgemischt war. Und damit bin ich beim einzigen Negativpunkt dieses Konzertes angelangt. Es war definitiv zu leise. Tom Waits mit Band, da fehlten mir ein paar Dezibel Lautstärke. Die Leute vom Lärmschutz hats bestimmt gefreut, hier gabs sicherlich nichts zu bemängeln, das war Zimmerlautstärke. Aber eben, das Konzert als Solches war vom Feinsten: “On the Nickel”, gefolgt von “Tom Traubert’s Blues” und “You can never hold back spring”, welches Waits dann seinem alten Freund “Roberto Benigni” widmete und am Schluss “Innocent when you dream” bei welchem er die Zuschauer dazu aufforderte mitzusingen… “the bats are in the belfry… ja, was diese dann auch lauthals taten. Die Band setzte wieder ein und zeigte dem Publikum, dass sie vom klassisch anmutenden Song über Latino bis hin zur Polka und funkigen Grooves alles beherrschten. Herauszuheben wäre da vielleicht noch das wunderbare “I’ll shoot the moon” vom Album “Black Rider”. Nach “Makte it rain” war dann allerdings Schluss fürs Erste und Tom Waits verabschiedete sich theatralisch vom Publikum. Diesem reichte das aber noch nicht, Standing Ovations brachten einen sichtlich gut gelaunten Tom Waits nochmals für drei Zugaben auf die Bühne. Auf “Hold on” folgte eine lange bluesige Version von “Goin’ out west” vom Album “Bone Machine” und ganz am Schluss dann, das kürzlich durch Scarlett Johansson gecoverte “Anywhere I lay my head”. Ein wunderbarer Abschluss eines Konzertereignisses, dem ich mit grosser Erwartung entgegengefiebert hatte, ging zu Ende. Und es war grossartig… wie toll das Konzert war, habe ich dann erst richtig realisiert, als kürzlich der amerikanische Radiosender NPR das gesamte Konzert vom 5. Juli 2008 in Atlanta, aufs Netz stellte, samt Link zum mp3-Download. Selbverständlich hochoffiziell und legal, mit Einwilligung des Künstlers, versteht sich…!

Link zum Konzertmitschnitt

Band:
Vincent Henry (Woodwinds)
Casey Waits (Drums)
Omar Torrez (Guitar/Banjo)
Patrick Warren (Keyboard)
Seth Ford-Young (Bass)
Sullivan Waits (Clarinet)

Setliste:
Lucinda (Orphans: Brawlers, Bawlers & Bastards)
Way down in the hole (Frank’s wild years)
Falling Down (Big Time)
November (The Black Rider)
All the world is green (Blood Money)
Black Market Baby (Mule Variations)
Hang down your head (Raindogs)
Misery is the river of the world (Blood Money)
Eyball Kid (Mule Variations)
On the Nickel (Heartattack and Vine)
Tom Traubert’s Blues (Small Change)
You can never hold back spring (Orphans: Brawlers, Bawlers & Bastards)
Innocent when you dream (Frank’s wild years)
Lie to me (Orphans: Brawlers, Bawlers & Bastards)
Hoist that rag (Real Gone)
Trampled rose (Real Gone)
I’ll shoot the moon (The Black Rider)
Jockey full of bourbon (Raindogs)
Dirt in the ground (Bone Machine)
Make it rain (Real Gone)

Hold on (Mule Variations)
Goin’ out west (Bone Machine)
Anywhere I lay my head (Raindogs)

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DAS WAHRHAFT GRANDE FINALE IN BARCELONA

DIE LETZTEN KONZERTE DER EUROPA STADION  TOUR 2008

Gleich zum Anfang : Samstag, der  19.07.08 ist in meinem Hirn und Herz für immer notiert! Es war  Vollmond, was dem Abend und der Nacht nur noch  positivere Seiten abgewann. Was am Grande-Milano-Bruce-Concerto die Seele von LuckyLusch so stärkte, passierte bei mir erst beim Barca-Konzert. Ich benötigte scheinbar dieses Bruce-Konzert zusätzlich noch, damit ich in eine Art Mix aus Rausch-Glücksgefühl-Zustand fiel. Dass ich/wir dieses Erlebnis für Kopf, Bauch, Herz erleben durften,war einfach schön und toll. Es schlug voll ein! Es war Balsam für die Seele!
Nach Hamburg und  Milano, was sicher ein unbestrittener Höhepunkt war, kam also noch Barcelona! Der zweitletzte Auftritt der Euro Stadion Tour 08. Italien-Konzerte waren bis jetzt ja immer etwas intensiver ,fanatischer und emotionsgeladener! Das wusste ich aus früheren Gigs in Bologna und Milano (u.a. D.&D.-Tour 05 und S.S.B.Tour 06) Doch ICH/WIR wollten zum ersten mal nach Spanien, um zu sehen, ob das katalanische Temperament der „Amigos“ noch höher schlägt, als das der Italos-Amicis………
Die Frage: Milano also noch übertrumpfen?? War das möglich? Und siehe da, nicht unbedingt erwartend, aber doch total überrascht wurde ich von der ersten Sekunde des ersten Songs an bis zum Schluss eines besseren belehrt. Das ganze Barca-Publikum, inklusive die in den veritablen und bequemen  Sitzpläzen auf den Tribünen standen nicht nur, sondern sangen gleich voll mit, klatschten und tobten. Und was das heisst bei rund 75’000 Leuten, das muss man erst mal gesehen und gehört und erlebt haben. Einfach unglaublich! Dies überraschte  mich ,als „kleiner Springsteenologist!“ doch  gewaltig!
Start: 22:15 Uhr! Licht aus! Das Orgelspiel leiert aus der Jahrmarktorgel. Die Musiker tauchen aus dem Dunkeln auf. Das Betreten der Bühne ist wie ritualisiert, einer nach dem anderen betritt seinen “Arbeitsplatz”! Und los gehts mit dem  Opener “No Surrender”. Gleich am Anfang geht’s aus vollem Rohr los, von 0 auf 100. Die E-Street Band rock’n’rollte los. Und schnell erblickte man, dass Patti (Nikname:Red Headed Woman) wieder dabei war, extra für die letzten Spanien Gigs eingeflogen. Sister Soozie, an der Geige  wurde dabei leider etwas in den Hintergrund  gedrängt. Und  da ist Little Steven (Nikname:Miami Steve) in gewohnter Gitarren-Manier, öfters sehr listig, schelmisch blickend. Dies ist über die  Screens in leinwandtechnischer Top-Qualität gut sichtbar. Max Weinberg (Nikname:Mighty Max) der Antreiber oder auch die harte, präzise „Dampfmaschine“, er drescht mit seinen Drum-Stöcken auf sein Schlagzeug ein, aber in absoluter Perfektion! Und das wirklich bis zum Schluss. Im ganzen 10 Leute auf der Bühne. Die E-Street Band als verschworene Einheit, das sieht und hört und spürt  man ganz deutlich.Bruce spielt in „Promised Land“ auf der Mundharmonika, die er am Schluss einem verdutzen Zuschauer in den ersten Reihen  in die Hand drückt! Wow!! Unter dem Motto: Take it!
Es folgt das legendäre „Hungry Heart“ und hier lässt Bruce die 75’000 fast alles Katalanen zuerst nur den Refrain und dann gar den ganzen Text singen. Auf diesen Spass folgt flächendeckender Jubel und der nächste Hit folgt sogleich: “Summertime Blues“ Clarence Clemons (Nikname : Big Man) zuerst eine Textzeile im Heldenbariton ,“ bevor Bruce schreit ..no cure for the summertime blues“! Und  dann der  über der Bühne aufgehende Vollmond kündigte eine verheissungsvolle Nacht an. Was man einfach immer wieder feststellt bei Bruce Live ist, die unbändige Spielfreude dieses Mannes, er zeigt das voll und ganz und zelebriert dies auch und steckt damit gar die anderen E-Streetler an. Dann „Brilliant Disguise„ rührend schön mit  Patti gespielt und gesungen. Patti lehnt ihren Kopf auf Bruce’s Schulter bis das Lied langsam instrumental ausklang, was in inniger Harmonie der Beiden endete. Der lebende Beweis dieses Musiker-Paares über Ihre Zusammengehörigkeit! Bei diesem Bühnen-Anblick  folgte tosender, ergreifender  Applaus. Entgegen den früheren Konzerten sammelt Bruce erst relativ spät die Musikwünsche auf Tafeln am Bühnenrand ein. Vielleicht ist ja auch ER von den bis jetzt dauernd höchstaktiv mitsingenden Katalanen und  sonstigen diversen “Auswärtigen“, wie zum Beispiel wir Zwei aus dem Helvetischen Land, überrascht. Dafür reichte auf diesen  Wunsch-Transparenten aber nur das erste Wort des Wunsches: z.B. Janey…..oder Waiting….Nun auch  das tolle „The River“  in einer am Schluss endenden „Summ-Version“, inklusive Publikum eingeschlossen. Der Boss braucht das Publikum, das Publikum verdankt es ihm, in dem es ihn enthusiastisch  unterstützt! Bruce ,der Boss,ist voll in seinem Element. Der “SPIEGEL” hat mal geschrieben: “Bruce Springsteen, der Haudegen mit Authentizitätsgarantie!” So passend! Es folgt das seltene „Backstreets“ , eine Rarität auf der Tour. Dann one ,two,three,four,und „Because the Night“, eines meiner Lieblingstücke, aber erst während dieser Tour und gerade wegen dieser Live Performance mit dem ergiebigen Solo von Nils Lofgren (Nikname:Lefty) Dieser Gitarrero zauberte wieder mal, aber diesmal ganz speziell. Unmittelbar vor dem Gitarrensolo, wo er sich dann scheinbar endlos in pirouettenform gitarrespielend um sich drehte und drehte und drehte, wärmte er seine Beine noch  mit einem Flamenco Step-Tanz , worauf Begeisterungsstürme und „Ah“ und „Wow“ Rufe ausbrachen! Sowohl wir ,wie auch Bruce und die E-Streetler haben kaum Erholungszeit zwischen den Songs. Mary’s Place, die neue  Bruce Hymne, die in  einer aufbauend , wechselnder Intensität vorgetragen wurde, dass es einem nur so zum Staunen bringt (immer noch, auch wenn schon x-mal gehört und gesehen.) Bruce torkelt auf der Bühne, grinst frech und brüllt wieder. Er hat riesigen Spass bei der harten Bühnearbeit und zeigt das den Leuten wie Du und Ich. Der Hüne Clari war äusserst gut drauf an diesem Abend, was er mehrmals ausdauernd und kraftvoll auf seinem Sax beweist. Und nun, ich merke grade, ich stehe ja immer noch und mit mir alle anderen auch auf der Tribüne. Die Sitze wären doch diesmal so was von bequem und überhaupt…aber nix mit Sitzen, denn sonst sieht man ja die vielen kleinen „Bühnen-Scharmützel“ nicht, die sich spontan und immer wieder ereignen. Wenn Bruce zu Clari (Big Man) schäkert, oder wenn Nils und Miami Steve duellieren oder wenn der Boss himself sich am Mikrofonständer herumwälzt. Artistisch und gleichzeitig berührend. Bruce, der sich unzählige Male in die Nähe des Erste-Reihe Publikums wagt, wo Hände, Arme geschüttelt werden. Bis er sich fast tollkühn ins Bad der Menge wirft, bis er sich, kurz bevor er in der Menge untertaucht, schnellstens befreit und wieder auf die Bühne kraxelt, als Mann mit Jahrgang 1949. Ich glaube nur noch ein gewisser Michael Philip Jagger ist da noch agiler! (LuckyLusch wird dies sicher freuen!)
Bei „Tunnel of Love“ wieder ein  Liebesbeweis von Bruce und  Patti . Während dieser gleichnamigen Tour 88 kamen sich Bruce und Patti ja näher. Der Rest ist Geschichte……….One..two..three..four ! Auf das äusserst intensiv, dramatische „Last to Die“ folgte der typisch Midtempo Song „Long Walk Home„ Nils und Steve stehen nah zusammen  und lassen ihre Gitarrensaiten hallen und Clari, The Big Man  rohrt auf seinem B-Tenor Sax, was das Zeugs hielt, schlicht und einfach genial. Und Miami Steve mit seinem mürrischen Backgroundgesang  „Gonna be a loong, loooong walk home“ krächzt er ins Mikro! Einfach herrlich zum hören! Bei diesem Stück werden auch Erinnerungen  wach im Anschluss ans Milano Konzert im Juni ; siehe letzter Satz von LuckyLusch…….denn wir Zwei (Sister Suzy and Bruce Brunello) wissen da noch nicht, was uns hier in Barca erwartet auf dem „Homeway to the Hotel“, aber scheissegal, denn es ist noch lange nicht soweit, weil  eben war soeben Mitternacht überschritten und es geht  weiter mit der E-Street Lokomotive……….. „Badlands“, dieser Song knallt Live so richtig hinüber! Ein furioser Beginn des Zugabenteils  mit Jungleland! Weit über 10 Minuten…(ebenfalls rar vorgetragen!) Aufbauend, steigernd und was da Clari beim langen  Sax-Solo rausbläst, ist einsame, absolute Klasse. Und dieser Big Man Clari, meiner Suzy’s „Liebling“ der E-Streetler, zeigte wirklich, was er immer noch kann, wenn er in bester Tagesform ist, was aber leider, leider nicht immer unbedingt bei anderen Konzerten der Fall war…….. Dann geht’s Schlag auf Schlag, “Born to Run“, bei traditionell voller Stadionbeleuchtung! Dieses Mega Stadion hellstens beleuchtet und man sieht  bis weit hinauf fast das ganze Ausmass der Konzertbesucher. Einfach gigantisch! „Bobby Jean“ und „Dancing in the Dark“ alles am Stück und dank u.a. „Mighty Max“ in gleichhaltendem, powervollen Rhythmus. Dann auch schon das traditionelle „American  Land“, was normalerweise etwa der Schluss sein sollte, aber nicht hier in Barcelona, und schon gar nicht, wenn Brunello und Suzy extra gekommen sind…
Es sammeln  sich plötzlich diverse unbekannte jüngere, weibliche und männliche Personen auf der Bühne an, die sich dann später als die Kids von Bruce/Patti und Gary, dem ruhigen, immer besonnenen Bassisten, und ausgesuchte Freunde im Hintergrund herausstellten. „Twist and Shout“ folgt in einer fast gewohnten 15 Minuten Version und die Kids dürfen mit Tambourine tanzend das Grande Barca- Finale begleiten, was aber wahrscheinlich aus Mangel an Auftritten bei diesen Kids etwas verhalten ausfällt. Aber am meisten Spass an dieser Zugabe hat sowieso sichtlich und gewiss BRUCE THE BOSS himself, das sieht man klar und deutlich (ist auch auf den  diversen You Toube Videos ersichtlich). Es ist dann (leider) plötzlich 01:15 Uhr, und nach 7 Zugaben ist’s dann leider vorbei! Die vollen 3 Stunden waren im „Nu“ vorbei und wir mussten uns dann zwangsläufig aus dem Stadion rausschlängeln, langsam und gemütlich, träumerisch und in einer Art von Trance über das soeben Erlebte. Immer noch vollgepumpt mit Bruce-Koncert- Impressions, was noch lange anhalten sollte.
Betreff Long Walk Home: Was in Milano aus diversen Gründen nicht klappen sollte, funktionierte in Barcelona folgendermassen: Nach 2 erfolglosen Versuchen, ein Taxi zu ergattern, passierte dann erst beim Dritten zum gut dreifachen Preis des Normalen! Dafür anstatt 30 Minunten, wie auf dem Hinweg zum Konzert, dauerte die luftige, milde gesagt rasante Fahrt in der  Nacht nur knapp 15 Minuten ins Hotel. Und dies noch bei 60/80, ja gar 90 km/h , bei Rotampeln durch und Kurven und Linien geschnitten.Als wärs noch nur für Uns Zwei noch die allerletzte „Abenteuer-Zugabe“ dieses langen Tages und  der Nacht….. Der zweitletzte Gig der Stadion Tour 2008 übertraf meine/unsere Erwartungen noch und ich hoffe doch sehr, dass es irgendwie und irgendwo doch noch eine weitere Möglichkeit gibt, nochmals Bruce Springsteen mit der legendären E-Street Band LIVE zu erleben!!
…………………………………………………………………………………………………………………..Gambio
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THE FELICE BROTHERS

The Felice Brothers

Bei mir läuft im Moment auf dem iPod eine CD in der Endlosschleife: The Felice Brothers. Das sind drei Brüder aus dem ländlichen New York: Simone, Ian und James Felice und als einziger Nicht-Feliceaner, der Bassist Christmas Farley. Die Musik erinnert streckenweise stark an his Bobness “Mr. Dylan”, genauer: an die frühen 70er Jahre, als Bob Dylan mit “The Band” spielte. Da trifft Folk auf Bluegrass und Country, es scheppert das Honkytonkklavier, ein Bläsersatz ertönt in bester NewOrleans-Manier und im Hintergrund lädt ein grölender Chor zum Mitsingen ein. Selten habe ich eine Band so relaxt und mit so viel Gefühl musizieren gehört.
Dass die vier sympathischen, dem Alkohol sichtlich nicht abgeneigten Musiker, an der Produktion dieser wunderbaren CD ihre helle Freude gehabt haben, spürt man in jedem Moment dieser Aufnahmen. Manchmal scheint es gar, als wäre dieses Juwel in einem Saloon in irgend einem kleinen Kaff mitten in der Wüste live eingespielt worden. Als Zuhörer sitzt man dann zusammen mit ein paar anderen kuriosen Gestalten an der Bar und starrt mit offenem Mund auf die vier skurilen jungen Typen, welche in einer schummrigen Ecke mit ihren verstimmten Instrumenten einen Sound herzaubern, dass einem richtig warm ums Herz wird. Wunder-, wunderschön!
Anspielttipps: Whiskey in my Whiskey, Ruby Mae, Frankies Gun, Greatest Show on Earth!
In Amerika sollen die Felice Brothers scheinbar mit einem gewissen Justin Townes Earle auf Tour sein! Diesen Mann haben wir ja bereits in diesem Blog vorgestellt.
Wer weiss, vielleicht schaffen es diese Herren ja auch mal in die Schweiz. Wäre zu schön…

Link zur Website

schef

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Glitter and Doom II, TOM WAITS-TOUR

Wie bereits angekündigt, wird Tom Waits im Sommer dieses Jahres seine Tournee nach Europa ausweiten. Folgende Spielorte und Daten wurden bestätitgt:

July 12 – SAN SEBASTIAN, SPAIN – Auditorium Kursaal – Ticket Hotline 902 10 12 12. International enquiries +34 933 262 946. Tickets also available online from www.telentrada.com. Tickets on sale Monday 2nd June at 9.00AM.

July 14 & 15 – BARCELONA, SPAIN
– Auditorium Forum – Ticket Hotline 902 10 12 12. International enquiries +34 933 262 946. Tickets also available online from www.telentrada.com. Tickets on sale Monday 2nd June at 9.00AM.

July 17, 18 & 19 – MILAN, ITALY – Teatro Degli Arcimboldi – Ticket Hotline – valid only in Italy – 892101. International enquiries +39 0584 46477. Tickets also available online from www.ticketone.it. Tickets on internet presale on Friday 23rd May at 9.00AM and all other outlets from Monday 26th May at 9.00AM.

July 21 & 22 – PRAGUE, CZECH REPUBLIC – KCP – Tickets available on www.ticketpro.cz with ticket@ticketpro.cz handling enquiries from English and German speaking customers. Tickets on sale on Friday 30th May at 9.00AM.

July 24 & 25 – PARIS, FRANCE – Grand Rex – Ticket Hotline is 0890 39 01 00 – accessed from France only – with +33 (0)1 46 91 57 67 for international enquiries. Tickets on sale as an internet presale here on Monday 26th May at 9.00AM, with all other outlets from Wednesday 28th May at 9.00AM.

July 27 & 28 – EDINBURGH, SCOTLAND – Playhouse – Ticket Hotline on +44 870 606 3424 and online from www.ticketmaster.co.uk. On sale at 9.00AM on Tuesday 27th May.

July 30, 31 and August 1 – DUBLIN, IRELAND – The Ratcellar, Phoenix Park – Ticket Hotline is 0818 719 300 – accessed from Ireland only – with 0870 243 4455 for the UK and +353 1 4 569 569 for international enquiries. Tickets also available online from www.ticketmaster.ie. On sale at 9.00AM on Tuesday 27th May.

Das Erfreulichste aber ist – ich werde, wenn nicht alle Stricke reissen, am 17. Juli in Milano im “Teatro Degli Arcimboldi” unter den Zuschauern anzutreffen sein.

Was ebenfalls Freude macht, ist die Bandbesetzung.
Larry Taylor (upright bass), Patrick Warren (keyboards), Omar Torrez (guitars), Vincent Henry (woodwinds) und Casey Waits (drums and percussion).
Zur Band sagt Waits: “They play with racecar precision and they are all true conjurers. I’m doing songs with them I’ve never attempted outside the studio. They are all multi-instrumentalists and they polka like real men.”

“Der Sommer soll kommen… ich kanns kaum erwarten!”

schef

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GLITTER AND DOOM

Tom Waits geht wieder auf Tour und laut Communiqué kommt er evtl. sogar nach Europa. Mal schauen… ich jedenfalls, möchte diesen verschrobenen, äusserst sympatischen Herrn, auf keinen Fall verpassen!

PEHDTSCKJMBA US-Tour
P = Phoenix
E = El Paso
H = Houston
D = Dallas
T = Tulsa
S = St Louis
C = Columbus
K = Knoxville
J = Jacksonville
M = Mobile
B = Birmingham
A = Atlanta

17. Juni, 2008 → Phoenix, AZ – Orpheum
18. Juni, 2008 → Phoenix, AZ – Orpheum
20. Juni, 2008 → El Paso, TX – Plaza Theatre
22. Juni, 2008 → Houston, TX – Jones Hall
23. Juni, 2008 → Dallas, TX – Palladium
25. Juni, 2008 → Tulsa, OK – Brady Theatre
26. Juni, 2008 → St Louis, MO – Fox Theatre
28. Juni, 2008 → Columbus, OH – Ohio Theatre
29. Juni, 2008 → Knoxville, TN – Civic Auditorium
01. Juli, 2008 → Jacksonville, FL – Moran Theatre
02. Juli, 2008 → Mobile, AL – Saenger Theatre
03. Juli, 2008 → Birmingham, AL – Alabama Theatre
05. Juli, 2008 → Atlanta, GA – Fox Theatre

schef

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Most beautiful song ever heard…


…solche und ähnliche Kommentare liest man zu diesem Video bei YouTube. Per Zufall stolperte ich kürzlich über diese Aufnahme aus einem ACL (Austin City Limits)-Konzert. Da sitzt sie nun also, die “Crème de la Crème” der Singer-Songwriter-Zunft, meist die Arme auf der Gitarre abgestützt. Lyle Lovett, Townes van Zandt, Nanci Griffith, Steve Earle und Guy Clark, meine ich erkannt zu haben. Nanci Griffith und ihr Keyboarder James Hooker singen im Duett “Tecumseh Valley”, ein wunderschöner Song vom leider viel zu früh verstorbenen “Texas Troubadour” Townes van Zandt. Auf dem 1993 erschienenen Album “Other Voices, other Rooms” sang Nanci das Duett übrigens mit Arlo Guthrie. Aber diese Aufnahme mit James Hooker ist wie von einem anderen Stern. Da passt einfach alles hundertprozentig zusammen, die Gesangs-, die Klavierlinien, die Intensität…
Vielleicht nicht most beautiful song, aber bestimmt, one of the most beautiful songs ever heard. *****

schef

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Little Rock ‘N’ Roller hat ausgeschlafen

Was für ein Privileg hatte dieser Kerl als Kind, konnte er doch einen „Gute Nachtsong“ sein Eigen nennen. Auf dem 1986 erschienenen Album „Guitar Town“ sang Steve Earle in Little Rock ‘N’ Roller; „cause I know there’s an angel just for rock ‘n’ rollers, watchin’ over you and your daddy tonight, go to sleep little rock ‘n’ roller”. Nun der kleine Rocker hat Ausgeschlafen, und er muss vor dem Einschlafen eine Menge guter Musik gehört haben. Nach der 2007 veröffentlichten EP „ Yuma“, stellt Justin Townes Earle mit “The Good Life” seine erste CD vor. Und das Teil fährt mir ein, wie ein kühles Bier an einem heissen Sommerabend. Auf “The Good Life” ist eine wunderbare Melanche aus den Wurzeln amerikanischer Musik zu hören. Durch die Songs schleicht der Geist Townes Van Zandt´s, die Eleganz eines Guy Clark ist zu hören, Bruce Springsteen begleitet seinen jungen Musikerkollegen durch „Lone Pine Hill“ und die Einsamkeit eines Soldaten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Die Stimme von Justin Townes zeigt in manchen Phasen eine frappante Nähe zu Vater Steve (aus dessen Band er nach kurzem Gastspiel als Keyboarder und Gitarrist gefeuert wurde, ja auch kleine Rock ‘N’ Roller werden störrisch, vor allem, wenn sie zu sehr nach dem Vater geraten). Doch über Allem schwebt das feinsinnige Herz eines Gram Parsons, der im Titelsong unverkennbar Pate stand. Zu erwähnen wäre auch noch Justin Townes tolle Band, Pedal-Steel-Gitarrist Pete Finney (Dixie Chicks, Patty Lovelace), Bassist Bryn Davies (Patty Griffin, Guy Clark) und dem Schlagzeuger Bryan Owings (Buddy Miller, Shelby Lynne), sowie dem Keyboarder Skylar Wilson und an der Geige Josh Hedley. Für mich ein erstes musikalisches Highlight in diesem Jahr. Und alle, die mich ein wenig kennen, wissen, dass ich an einem Sommerabend nicht nach einem Bier heimgehe. Also schalt ich den Computer aus, setz mir die Kopfhörer auf und lass mich von Justin Townes Earle durch das gute Leben begleiten.

lusch

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